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12.4.05: Kabinett beschließt Gesetzesvorlage zur Abstimmung im Landtag!

Über uns

Wir - das AKB

Selbstverständnis

Das AKB ist ein Bündnis von Schülerinnen und Schülern, deren Ziel kostenlose Bildung für alle ist und die sich aktiv dafür einsetzten.

Unser Ziel ist kostenlose Bildung für alle. Damit ist nicht nur Schulbesuch und Studium, sondern die gesamte Bildung eines Menschen, von der Kinderkrippe bis zur Abendschule, gemeint. Bildung ist ein wichtiges Gut in unserer Gesellschaft und Grundbedürfnis der Menschen. Der Bildungsstand bestimmt meist das gesamte Leben eines Menschen. Deshalb muss Bildung für jeden gleich gut zugänglich sein, damit jeder die gleichen Chancen hat. Bildung darf nichts kosten, da sonst Menschen aus sozial schwächer gestellten Familien von Anfang an benachteiligt sind.
In Bayern hängt der Bildungsstand im Moment sowieso schon sehr stark vom Geldbeutel der Eltern ab, durch die kommenden Gebühren wird die Selektion weiter verschärft werden.

Da aktuell Büchergeld und Studiengebühren eingeführt werden sollen, liegt dort unserer Schwerpunkt.
Büchergeld ist die Abschaffung der Lernmittelfreiheit, weil Lernmittelfreiheit bedeutet, dass man nichts für seine Bücher bezahlen muss. Es ist anzunehmen, dass das Büchergeld immer weiter steigen wird.
Studiengebühren lehnen wir grundsätzlich ab. Auch Darlehensysteme, da Studien gezeigt haben, dass trotzdem bestimmte Bevölkerungsgruppen, zB Frauen, dadurch benachteiligt werden.
Viele Studenten haben jetzt schon Probleme ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Diese Studenten sind gezwungen ihr Studium abzubrechen; Kinder, deren Eltern das Geld nicht haben, werden gar nicht erst anfangen. Menschen, die nicht genug Geld haben, dürfen sich nicht mehr bilden!
Außerdem ist für die Gebühren ein immenser bürokratischer Aufwand nötig, der einen Teil des Geldes gleich wieder verschlingen wird.

Wir sind uns im Klaren darüber, dass Bildungsgebühren nicht gesondert von der gesellschaftlichen Entwicklung gesehen werden können. Sie sind Teil des massiven Sozialabbaus, der zur Zeit betrieben wird. Auch im Gesundheitswesen, bei der Rente, bei den Löhnen und im Tarifschutz uvm wird beschnitten, gekürzt und ???reformiert???.
Wir akzeptieren die Begründung, es sei kein Geld da, nicht. Deuschland war in den vergangenen 5 Jahren Exportweltmeister, während gleichzeitig die Konzernprofite um 60% anstiegen. Das reichte Fünftel der Bevölkerung besitzt ca. 4/5 des Vermögens. Es findet eine Umverteilung von unten nach oben statt: Während Konzernen ständig Steuern und Schulden erlassen werden, müssen die einfachen Verdiener immer mehr zahlen. So profitieren die Konzerne von qualifizierten Arbeitskräften, aber zahlen keinen Cent dazu.
Diese unsoziale Politik hat Auswirkungen auf Menschen in allen Lebensbereichen. Deshalb solidarisieren wir uns mit den Kämpfen der Arbeiter, Rentner, Mütter, Pflegebedürftigen, Migrantinnen und allen anderen Betroffenen.

Aktionen

Wir wollen die SchülerInnen und die Öffentlichkeit aufklären und informieren, zB mit Flyern, Diskussions- oder Informationsveranstaltung oder über die Presse. Außerdem organisieren wir Massenproteste, zB Demos, Kundgebungen und Schulstreik.
Schulstreik ist ein legitimes Mittel, weil wir dadurch Aufsehen erregen, weil wir in der Schule angegriffen werden und uns dort als SchülerInnen wehren, weil wir nicht wählen können und keine Anerkannte Schülervertretung haben. Ein Schulstreik ist glaubwürdig, weil wir wissen, wofür wir kämpfen und dafür auf die Straße gehen. Und es ist unsere einzige Chance wirklich etwas zu verändern.

Mitwirkende

Wir sind hauptsächlich ein Bündnis aus Schülerinnen und Schülern. Organisationen, die mit unseren Zielen übereinstimmen, sowie Studentinnen und Studenten, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und weitere Bildungskritiker sind dazu aufgefordert bei uns mitzuarbeiten. Wir sind parteineutral, außerparlamentarisch und distanzieren uns von Faschismus, Rassismus und Gewalt.
Wir verstehen uns als Bayernweites Bündnis und fordern dazu auf, überall Ortsgruppen zu gründen, wie bereits schon geschehen.

Rückblick

Bis jetzt hat das AKB großflächig Flyer verteilt, vor allem an Schüler, außerdem haben wir eine Podiumsdiskussion, Vorlesungen in der Innenstadt und eine Demonstration gemeinsam mit Studenten organisiert. Unsere größte Aktion war der Münchenweite Schulstreik am 18.3.05, an dem sich 2500 SchülerInnen beteiligten (laut SZ).

Aktuelle Pläne

Am 21./22.Juli werden in München und evtl. auch in anderen bayerischen Städten wieder die Schulen bestreikt. Es ist angedacht zusammen mit der LSV (Landes Schüler Vertretung) gemeinsam einen Bayernweiten Schulstreik zu Beginn des Schuljahres 05/06 zu machen. Außerdem könnten wir uns Aktionen wie ???Kollektives Nicht-Zahlen??? vorstellen.
Wir vernetzen uns gerade mit anderen Jugendgruppen, die sich mit Bildungspolitik beschäftigen und regen dazu an, Ortsgruppen des AKB zu gründen. Im Moment gibt es die Ortsgruppen München, Rosenheim, Nürnberg und Donauwörth.